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Wie geht’s?

Wechselhaft. Wie schon in meinem letzten Bericht geschrieben, hängt es ganz davon ab, ob ich morgens meine geplanten Wörter geschrieben habe oder nicht. Schreiben ist im Prinzip ganz einfach: Schreibst Du, geht es Dir gut und Du kommst voran. Schreibst Du nicht, fühlst Du Dich wie die letzte Wurst.

Was ich im Moment auch nicht machen darf, ist, meine Texte zu genau zu lesen. Ich finde sie teilweise ganz ok, teilweise aber auch furchtbar, hölzern, platt, langweilig. Das spielt aber eigentlich keine Rolle. Sogar Ernest Hemingway hat gesagt: „Der erste Entwurf ist immer schlecht.“ Hemingway ist für mich eine ganz solide Quelle, was das Schreiben angeht 🙂 Ich glaube, dass ich das, was ich derzeit schlecht finde, später noch beheben kann. Jetzt muss ich erst mal Strecke machen bis zum Shitty First Draft am 31.12.2018.

Wie steht’s?

Wörter: 21.156 von 80.000
Verbleibende Tage bis zum „Shitty First Draft“ (31.12.2018): 131

Wenn ich in dem Tempo weitermache, werde ich bis zum 31.12.2018 keine 80.000 Wörter zusammen haben. Aber ich kann definitiv noch die Schlagzahl erhöhen. Das Ziel bleibt, und ich bin mir sicher, dass ich es schaffen werde.

Was denkst Du?

Ich merke, dass ich, wenn ich Bücher lese, oft über Beschreibungen des Umfelds, des Wetters, des Erscheinungsbilds einer Person hinweglese, weil mich nur die Handlung interessiert. Genau so geht es mir auch beim Schreiben: Es gibt sehr wenige konkrete Beschreibungen, wenn ich flüssig vor mich hinschreibe. Ich weiß aber, dass diese nötig sind, um Atmosphäre zu erzeugen. Bisher dachte ich, ich müsste mich dazu zwingen, diese Beschreibungen einzubauen. Daher wirken sie oft hölzern. Jetzt hatte ich den Gedanken, dass ich die Beschreibungen, wenn sie nicht natürlich kommen, beim Shitty First Draft einfach weglasse und später hinzufüge. So wie vielleicht ein Maler erst das Bild in groben Zügen entwirft und dann immer weitere Details hinzufügt.

Was liest Du?

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