Ich dachte eben spontan, ich könnte wieder mal einen Bericht über den Stand meines Buches schreiben. Bitte sehr. Mit dem Buch geht es nach wie vor ziemlich schleppend voran. Das liegt vor allem daran, dass in meinem Leben viele andere Dinge passieren. Meist gute Dinge, teils nervige Dinge, jedenfalls einige, die außerhalb meiner Komfortzone liegen und meine Aufmerksamkeit beanspruchen. Und dann schaffe ich es einfach nicht, mich jeden Morgen an den Rechner zu setzen und am Buch zu arbeiten. Je seltener ich allerdings dransitze, desto schwieriger ist es, sich auf die Geschichte zu konzentrieren und wirklich „drin“ im Projekt zu sein. Ich ertappe mich dabei, wie ich das Buch verfluche und wünschte, es nie angefangen zu haben. Doch dann erinnere ich mich meistens, warum ich damit angefangen habe: Ich will einen Roman schreiben. Die Umstände sind nicht ideal, aber ich will das Ding. Diese Woche habe ich es wieder öfter geschafft, mich morgens ranzusetzen. In Mini-Schritten komme ich doch voran.

Machen wir mal eine Bestandsaufnahme: Ich habe derzeit 60.000 Wörter Rohentwurf, von denen vermutlich 10-20.000 noch rausfliegen, weil sie nicht mehr passen oder weil ich sie stilistisch nicht mehr gut finde und neu schreiben will. Ich habe eine Liste mit ca. 45 Kapiteln, die recht detailliert beschrieben sind. Allerdings fehlen da noch einige, da es der Story an einigen Stellen an Tiefe mangelt und ich hier noch ergänzen muss. An reinem Arbeitsaufwand bin ich vermutlich bei 50-60 % des Gesamtaufwands.

Das heißt: Ich habe noch eine Menge Arbeit vor mir, für die ich derzeit kaum Zeit und auch kaum geistige Aufmerksamkeit habe. Das frustriert mich, ich weiß aber nicht, wie ich das kurzfristig ändern kann. Als ich jeden Wochentag um sechs aufgestanden bin, lief es besser, daher will ich das jetzt wieder regelmäßig machen. Diese Woche ist ein Anfang. Manchmal spiele ich mit dem Gedanken, dass Ding einfach runterzuschreiben und mich nicht groß darum zu scheren, ob es dann was taugt oder nicht. An meinem Schreibtisch steht schließlich der Spruch: „Fertig ist besser als gut.“ Aber irgendwie mag ich das bei diesem Projekt nicht glauben.

Eine Sache ist wichtig, die mich daran glauben lässt, dass ich es schaffe: Immer, wenn ich lange genug am Buch sitze, um richtig einzutauchen, bin ich glücklich. Es macht mir Spaß, mir Dinge auszudenken, es macht mir Spaß, meine Charaktere Dinge erleben zu lassen. Es macht mir sogar Spaß, den Text zu formatieren.

Ich habe seit einer Woche einen neuen PC, bin wieder zu Windows gewechselt (von Linux), was den Vorteil hat, dass ich den Cold Turkey Writer wieder benutzen kann. Mit diesem Programm sperrt man seinen Rechner für alle anderen Tätigkeiten, bis x Wörter oder Minuten lang geschrieben wurde. „Write or nothing“ in Reinform.

Eine gute Sache noch zum Schluss: Ich lese nach wie vor sehr viel. Derzeit lese ich den neuesten Roman von Don Winslow, „The Border“, den dritten Teil seiner Trilogie über den Drogenkrieg in Mexiko. Der Mann ist ein Genie. Solche Bücher motivieren mich, machen mich glücklich und mittlerweile lerne ich auch daraus, wie der Autor bestimmte Dinge macht, warum er sie macht und welchen Effekt er damit erzeugt. „The Border“ ist vielleicht eine Nummer zu groß als Vorbild für mein Buch, aber es ist ja auch nicht sein erstes.

Also, was ist das Fazit? Wie läuft es mit dem Buch? Es läuft schleppend, es ist anstrengend, es ist unsicher, aber ich verspreche mir selbst immer wieder: Es wird fertig werden.

PS: Findest Du, dass das oben alles wie Bullshit-Ausreden klingt? Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher.

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