Schon wieder einige Monate vergangen seit meinem letzten Bericht… Es bleibt schwierig, meine vielfältigen Verpflichtungen und das Buch unter einen Hut zu bringen. Vor einigen Wochen hatte ich mich wieder per AfD-Hack (wenn ich es nicht schaffe, muss ich an die AfD spenden) verpflichtet, täglich eine Stunde “Write or nothing” zu machen, also entweder zu schreiben oder nichts zu tun – und nichts anderes. Auch, wenn ich ein großer Freund dieser Methode bin, resultierte das nach einigen Wochen darin, dass ich nur noch darauf geachtet habe, dass ich meine Stunden mit dem Buch absitze und nicht, was in der Zeit schaffe. Also alles wieder anders: Keine Verpflichtung auf tägliche Arbeitszeiten, aber ein Versprechen, stetig am Buch zu arbeiten und meinem Commitment-Buddy Lydia wöchentlich Bericht zu erstatten, was ich geschafft habe.

Das sieht für diese und letzte Woche ganz gut aus. Es gibt derzeit für mich zwei Aufgaben, die sich abwechseln: Einige Kapitel mit einer Art Freewriting feinzuplanen (Elizabeth George nennt das “Running Plot Outline”) und dann diese Kapitel tatsächlich zu schreiben. Gerade bin ich wieder in einer Phase der Running Plot Outline, wo die eigentliche Handlung entsteht. Ich habe gemerkt, dass ich mir pro Kapitel wirklich Zeit nehmen muss, mir vorzustellen, wer was wie macht. Da ich so wenig Zeit habe, am Buch zu arbeiten, neige ich dazu, alles schnell-schnell zu machen. Dann wird es aber oberflächlich und wirkt beliebig. Jetzt nehme ich mir jeden Tag nur eine Szene/Kapitel vor und versetze mich wirklich in die Szene rein, und erst dann schreibe ich sie auf. Das funktioniert besser, mir kommen gute Ideen und ich bin zufrieden mit dem, was ich mir da ausdenke. Nachteil: Es dauert ewig und ein Ende ist nicht in Sicht.

Ich bin derzeit auch dabei, meine Zelte in Berlin abzubrechen, inklusive Wohnungsauflösung und Renovierung, was mich zusätzlich in Anspruch nimmt. Ab Dezember bin ich dann wieder in meiner fast schon zweiten Heimat, Chiang Mai. Für den Dezember überlege ich, einen persönlichen Schreibmonat einzulegen, so wie der aktuell laufende “NaNoWriMo (National Novel Writing Month)”, an dem jeden November weltweit Tausende Autoren teilnehmen. Ich mache dann im Dezember eben einen “PeNoWriMo (Personal Novel Writing Month)”. Details dazu in einem späteren Bericht.

Also, auf die berühmte Frage “Was macht das Buch?” lautet die Antwort nach wie vor: Es geht sehr langsam voran, aber es geht voran. Stay tuned!