16.7.2019

Aus dem letzten Abend in Riga lerne ich: Man kann nicht nur ein letztes Bier trinken, sondern mehrere. Nachher, nach drei Stunden Schlaf, werde ich es bereuen, aber jetzt freue ich mich nur über den Spaß, den wir hatten.

17.7.2019

Total zerstört komme ich am Nachmittag in Berlin an. Ich sage Crossfit ab, packe meine Sachen aus und verbringe den Rest des Tages damit, endlich mal alten Krempel für eBay zu fotografieren, damit ich mich nicht gleich ins Bett lege. So habe ich diesen Bier-geschädigten Tag doch noch irgendwie gerettet.

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Das Warnschild finde ich irgendwie überflüssig.

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18.7.2019

Ich habe heute alle Aufgaben geschafft, die ich mir morgens auf den Zettel geschrieben habe. Das fühlt sich sehr gut an, weil ich nicht nur meine Aufgaben geschafft habe, sondern scheinbar auch morgens sehr gut eingeschätzt habe, welches Pensum ich an einem Tag erledigen kann. Besser als einen Punkt mehr aufgeschrieben zu haben, der dann offen bleibt.

19.7.2019

Ich probiere ja gerne alles mögliche aus. Nachdem mir nun zum zweiten Mal die Wim-Hof-Methode empfohlen wurde, habe ich heute meine ersten beiden Runden Atemübungen gemacht. Und ich meine doch tatsächlich, mich danach sehr entspannt, klar und frisch gefühlt zu haben. Langfristig soll es das Immunsystem stärken, was bei mir in den letzten Wochen echt Thema ist. Werde ich auf jeden Fall weiter ausprobieren.

20.7.2019

Ich habe gerade fast fünf Minuten die Luft angehalten, nachdem ich drei Runden Atemübungen nach Wim Hof gemacht habe. Ich hätte nie gedacht, dass das so einfach möglich ist. (Edit 22.7.: Stimmt nicht, waren nur gut zwei Minuten. Aber egal…)

21.7.2019

Ich schreibe diese Momentaufnahme einen Tag zu spät, wie des Öfteren in den letzten Wochen. Ich habe zwar wieder einen guten Grund, da ich um 21 Uhr ins Bett gegangen bin und meine Erinnerung auf dem Handy verpasst habe, aber trotzdem gibt mir das zu denken. Kann es sein, dass es mir langsam öde wird mit dem Format? Das sind bei mir üblicherweise die Vorzeichen.

22.7.2019

Ich laufe echt am Anschlag. Ich bewundere mich selbst, wie ich damit umgehe, aber auf Dauer geht das nicht gut. Und Spaß macht es auch nicht.

23.7.2019

Ich checke morgens meinen Kalender und sehe, dass ich zwischen 9 und 19 Uhr wirklich genau alle zwei Stunden einen Termin habe. Was für ein Horrortag. Mir fällt wieder Harald Juhnkes Definition von Glück ein: “keine Termine und leicht einen sitzen”. Zumindest Teil 1 sehe ich genau so.

24.7.2019

Als ich klein war, waren Videotelefonate Science Fiction. Unvorstellbar. Heute habe ich mit Lydia zusammen einen Workshop über Skype gegeben. Wir saßen in Berlin, die Teilnehmer in Südafrika. Heute ist Science Fiction.

25.7.2019

Crossfit bei 33 Grad hört sich irgendwie verrückt an, aber danach fühle ich mich wie ein Held.

26.7.2019

Am Geldautomaten lasse ich aus Versehen über 100 Euro fallen. Schnell sammle ich es ein, höre von hinten eine Berliner Schnauze: “Musst ja viel haben. Lass allet fallen!” “Schön wär’s”, antworte ich und klaube schnell meine Kohle zusammen. “Sieht man”, antwortet der Mann, der einen alten Hackenporsche hinter sich herzieht. Einen Moment später denke ich: Stimmt eigentlich, ich habe viel. Und schön ist es auch.

27.7.2019

Rumliegen am See in Grünau, Burger in Neukölln, Eis in Friedrichshain. Berlin ist doch manchmal auch ganz schön. Wenn nur die ganzen Leute nicht wären!

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Manchmal ist Berlin auch ganz cool…

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28.7.2019

Ich fände eine Studie interessant, die untersucht, ob es zwischen der wirtschaftlichen Dynamik eines Landes und der Geschwindigkeit seiner Rolltreppen einen Zusammenhang gibt.

29.7.2019

Hab ich schon erwähnt, dass „Digital Minimalism“ für mich das Buch des Jahres ist und ich die Veränderungen meiner Gewohnheiten, die ich aus dem Buch habe, nicht mehr missen will? Ja? Egal, ich sage es nochmal.

30.7.2019

Klingt banal, aber ich bin mir immer sicherer, dass „Anfangen“ die wichtigste Fähigkeit ist, wenn es darum geht, unliebsame Aufgaben zu erledigen. Danach geht es eigentlich.

31.7.2019

Ich bin in der Lage, 70 kg, also fast mein eigenes Körpergewicht, über den Kopf zu heben. Das finde ich ganz schön krass und hätte ich vor fünf Jahren nicht für möglich gehalten. Ich habe zwar einiges an Zeit investiert, aber auch nicht übermäßig viel. Im Schnitt vielleicht drei Stunden pro Woche. Außer Muskeln hat mir Crossfit die Erkenntnis geliefert, dass man auch nach seiner Jugend innerhalb weniger Jahre ziemlich gut in einer Sache werden kann, wenn man konstant und regelmäßig etwas Zeit in die richtigen Übungen investiert. Diese Erkenntnis wünsche ich jedem Menschen.