1. September 2020

In Görlitz ist das mobile Internet ok. Aber wenn man aus der Stadt rausfährt, ist sofort Schluss. Wobei ich heute merke: Richtung Polen funktioniert das Netz auch wunderbar in der Pampa.

2. September 2020

Rein statistisch bin ich jetzt vielleicht so in der Mitte meines Lebens. Aber wenn ich mir anschaue, wie schnell meine Tage dahin rasen, könnte sich die zweite Hälfte deutlich schneller anfühlen als die erste.

3. September 2020

Ich führe meine Freunde durch die Stadt, mit denen ich morgen zum Wandern fahre. Da fällt mir ein, dass die Stadt gerade Tourguides sucht. An der Volkshochschule kann man sich ausbilden lassen. Wäre eigentlich ganz witzig.

4. September 2020

Wir wandern in den Zittauer Bergen, 18 km entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Abends sind wir völlig erschlagen. Um 22 Uhr ist das Licht aus.

5. September 2020

Plötzlich erwischt uns der Regen doch noch. Es schüttet wie aus Kübeln, das Wasser steht mir in den Schuhen, es rauscht den Weg entlang Richtung Tal. Kurz vor Ankunft hört der Regen auf. Als wir unsere Unterkunft erreichen, scheint schon wieder die Sonne.

6. September 2020

Ich wische durch die Fotos des erst heute zu Ende gegangenen Wanderausflugs mit den Jungs. Eben war ich noch dort, im tiefsten Wald, jetzt ist es nur noch eine gut konservierte Erinnerung auf dem Hochglanzdisplay meines Smartphones.

7. September 2020

Wenn ich mich richtig erinnere, laufen Träume viel schneller ab, als wir sie im Traum wahrnehmen. Es werden einfach Daten neu sortiert und aufgeräumt, während wir denken, es passiere etwas. Das finde ich faszinierend in Bezug darauf, was wir für real halten und was Zeit ist.

8. September 2020

In dem Buch „Drive: The Surprising Truth About What Motivates Us“ entdecke ich dieses fantastische Zitat von NBA-Hall-of-Famer Julius Erving: „Profi zu sein bedeutet, die Dinge zu tun, die du liebst, und zwar an den Tagen, an denen du dich nicht danach fühlst.“

9. September 2020

Für mich lautet die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ab heute nicht mehr 42, sondern 43.

10. September 2020

Wir können heute alles haben und dann wollen wir auch alles. Das macht das Leben manchmal ganz schön schwer. Früher gab es weniger zu wollen. Da ging man in seinen einen Job ein Leben lang arbeiten. Wenn nicht, gab es nichts zu essen. Und obwohl dieses Leben sicher viel härter war als unseres heute, ist es in seiner Einfachheit manchmal verlockend.

11. September 2020

Bämm. 1800 Wörter in 40 Minuten. Full flow. Manchmal ist es einfach einfach.

12. September 2020

Nicht, dass die Information brandneu gewesen wäre, aber „The Social Dilemma“ auf Netflix bringt es nochmal gut auf den Punkt: Die Art, wie große Technologiekonzerne heute funktionieren, ist gefährlich für unsere geistige Gesundheit, die Demokratie und unsere Welt, wie wir sie heute kennen. Ich bin total motiviert, mich mehr damit zu beschäftigen.

13. September 2020

Wie du es schaffst, dass dich alle für einen krassen Computerexperten halten… Wenn etwas nicht funktioniert:

  1. Nochmal probieren.
  2. Nochmal probieren.
  3. Programm neu starten und nochmal probieren.
  4. Rechner neu starten und nochmal probieren.
  5. Problem googlen und empfohlene Lösungen ausprobieren.
  6. Wenn es dann immer noch nicht klappt, aufgeben und sagen, dass man da auch nicht weiterhelfen könne (so weit kommt man sehr selten).

14. September 2020

Wieder mal: grantig und gestresst am Ende des Arbeitstages. Beim Sport dann so ausgepowert, dass mein Gehirn vor lauter Überlebenskampf nicht mehr grantig und gestresst sein kann.

15. September 2020

Service-Hotlines braucht man doch eigentlich gar nicht mehr anzurufen. Bei einfachen Anfragen erzählen sie dir das, was du online auch schon herausgefunden hast. Wenn es komplizierter wird, bitten sie dich, eine Mail zu schreiben, damit sich jemand damit befassen kann, der wirklich Ahnung hat.