16. Dezember 2020

Ich schaue die Doku über den Mord an Rohwedder auf Netflix. Es ist merkwürdig, eine Geschichtsdoku zu sehen, an deren Geschehnisse ich mich zumindest teilweise noch erinnern kann. Das erinnert mich an den Tweet, den Macaulay Culkin kürzlich gepostet hat: „Wanna feel old? I’m 40.“

17. Dezember 2020

Am Morgen große Aufregung: Die wollen Sachsen abriegeln! Ich komme hier nie wieder raus. Später dann teilweise Entwarnung, es wird nichts so heiß gegessen wie gekocht. Dabei hatte ich mir schon vorgestellt, wie ich bei Nacht und Nebel durch den Wald flüchte.

18. Dezember 2020

So, ich habe mein Buch einmal komplett durch. Und auch, wenn es sprachlich und inhaltlich manchmal noch ganz schön holpert, ist eine abgeschlossene Story zu erkennen, die ich gerne gelesen habe. Mit ein paar Korrekturrunden wird es vielleicht ein Buch, was manche Leute gerne lesen werden. Das ist doch ein Anfang.

19. Dezember 2020

Zum zweiten Mal machen Christian, Matthias und ich unseren Jahresrückblick remote über Zoom. Nicht wegen dem bösen C, sondern weil Christian am anderen Ende der Welt sitzt. Es ist nicht das Gleiche wie sonst, wenn wir uns durch Berlin gefressen haben, aber es ist dennoch schön, diese Tradition trotz räumlicher Trennung beizubehalten. Auf ein Neues!

20. Dezember 2020

Einfach alleine im Wald spazieren, ohne Input, kein Gespräch, keine Musik. Jeden Tag davon eine halbe Stunde würde meinem Geist guttun.

21. Dezember 2020

5 Tage allein zu Hause, 5 Tage jeden Abend Netflix und DAZN. Ohne CrossFit und einen Billardtisch in der Nähe scheint es mir, als bräuchte ich neue Hobbys, die man ohne Bildschirm zu Hause ausüben kann.

22. Dezember 2020

Wir schauen Folge 1 von „Mein neuer Freund„, eine ältere Serie mit versteckter Kamera, in der Christian Ulmen den neuen, völlig bekloppten Freund einer Frau spielt, die ein Wochenende lang so tun muss, als wäre das alles echt. Wenn sie es durchhält, kriegt sie 10.000 Euro. Ulmen jagt die armen Frauen durch so viele Peinlichkeiten, ein reines Fremdscham-Festival. Und verdammt lustig anzuschauen.

23. Dezember 2020

Abends spielen wir Karten. Richtig schön analog, kein Bildschirm dabei, Punkte werden mit Zettel und Stift gezählt. Ich kann spüren, wie sich mein Gehirn entspannt.

24. Dezember 2020

Ich mache mir ja nicht mehr viel aus Weihnachten. Aber wenn es ein entspannter Abend ist im kleinen Kreis, mit leckerem Essen, ein, zwei Aufmerksamkeiten und danach ein paar Stunden Spaß beim Karten und Activity spielen, dann bin ich damit einverstanden.

25. Dezember 2020

Vielleicht einmal im Jahr sitze ich irgendwo vor einem Fernseher und schaue klassisches, lineares Fernsehen. Da wird schon ganz schön bombastisch eine eigene Welt geschaffen, die sich von meiner Welt deutlich unterscheidet. Alles ist ganz dramatisch oder unglaublich schön. Der Bauer ist glücklich mit seiner Frau, eine dicke S-Klasse ist das, was wirklich im Leben zählt und das schnelle Internet ist schon morgen bei Dir. In diesem Sinne: Let’s dance.

26. Dezember 2020

Ausflug ins winterlich verschneite Winterberg. Ich sehe zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder Schnee. Winterberg liegt zwar nicht in den Alpen, aber der Ort verströmt trotzdem genug Wintersportatmosphäre, dass ich sofort in den Skiurlaub will.

27. Dezember 2020

Es gibt kaum was Schöneres, als sich ordentlich schlappzulachen. Heute beim Animationsfilm „Pets“ ist mir das prima gelungen.

28. Dezember 2020

Dieses Jahr erlaubt einfach keine Planung. Nur eine Woche vor unserer Abreise nach Bali verkündet Indonesien, dass es wegen der neuen Corona-Variante die Grenzen dicht macht. Ach mann ey.

29. Dezember 2020

Ich habe es immer sehr genossen und es hat gut für mich funktioniert, wenig zu planen und festzulegen und eher Gelegenheiten wahrzunehmen, wenn sie sich auftun. Mittlerweile sehe ich das etwas anders. Es gibt immer mehr Gelegenheiten, jeden Tag poppen neue Möglichkeiten auf, ich fühle mich hin- und hergerissen und treffe hektische Entscheidungen. Ich will mich lieber darin üben, mich auf Dinge, Projekte, Orte, Menschen festzulegen und dabei dann auch eine Weile zu bleiben. Das ist entweder schlau oder ich werde langsam zu einem konservativen alten Sack.

30. Dezember 2020

Google organisiert sich seit bald 20 Jahren mit der OKR-Methode: „Objectives and Key Results„. Man muss nicht so groß wie Google sein, um die Methode zu nutzen. Seit drei Monaten orientieren wir uns bei unserem Onlinehandel auch daran. Es ist eine super einfache, aber wirksame Methode, um sich Prioritäten zu setzen und im Tagesgeschäft nicht aus den Augen zu verlieren, was langfristig wichtig ist. Heute haben wir das kommende Quartal geplant und sind voller Tatendrang!

31. Dezember 2020

Wir stehen auf unserem Balkon im vierten Stock. Trotz des Verkaufsverbots von Feuerwerk ist ganz schön was los. Die Raketen explodieren direkt auf unserer Höhe und es fühlt sich an, als würden wir mitten im Feuerwerk stehen. Echt beste Plätze dieses Silvester.

Wo ist das Kommentarfeld?

Habe ich abgeschaltet. Ich habe in zwei Jahren genau acht Kommentare erhalten, scheint also nicht so beliebt zu sein, die Kommentarfunktion. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass aus den Kommentaren direkt auf der Website selten ein Gespräch entsteht, da man nicht mitbekommt, wenn auf den Kommentar geantwortet wurde. Deshalb, wenn Du mir Feedback zu meinen Beiträgen geben willst (worüber ich mich sehr freue), dann schreib mir entweder eine Mail oder teile den Beitrag auf Facebook, Twitter oder sonstwo und markiere mich, damit ich das mitbekomme. Dann können wir uns dort unterhalten, wo sich Leute eben heute unterhalten. Und nicht in meinem verödeten Kommentarbereich. Danke!