1. Februar 2021

Im Moment arbeite ich einfach ungeheuer gern. Die Dinge gehen mir leicht von der Hand, ich bin produktiv, es kommen gute Sachen dabei raus. Ich mache einfach, ohne zu sehr auf Ergebnisse zu schauen. Wie ich es kürzlich als Ratschlag gelesen habe: „Be impatient with action and patient with results.“

2. Februar 2021

Aktuell bin ich so begeistert von den Möglichkeiten, die ich jeden Tag habe, dass ich aufpassen muss, dass mir das nicht zu Kopf steigt. Dann fange ich nämlich manchmal an, mich zu sehr abzulenken, und verliere das gute Gefühl. Ich will mich immer wieder daran erinnern, dass im Moment deshalb alles gut läuft, weil ich viele kleine Dinge richtig mache. In der Summe fühlt sich das dann wie ein guter Lauf an.

3. Februar 2021

Ich lese ein Buch über die letzten acht Tage des Dritten Reichs. Die Zustände in Deutschland, die Zerstörung, der Wahnsinn des Dritten Reichs, die Arroganz und Selbstverleugnung der Anführer und der Masse, die ihnen gefolgt ist, das alles ist schon schwer vorstellbar. Und dann muss ich daran denken, dass meine Eltern noch im Krieg geboren sind. Das ist alles noch nicht lange her. Es lohnt sich, sich ab und zu wieder mit dieser Zeit zu befassen. Der menschliche Wahnsinn kennt keine Grenzen.

4. Februar 2021

Seit ich das Internet benutze, sammle ich Links, Bookmarks. Kürzlich bin ich auf ein neues Tool gewechselt, das mir auch kaputte Links anzeigt. Die gehe ich in den letzten Wochen nach und nach durch. Das ist wie alte Tagebucheinträge zu lesen. Je nachdem, was ich 2011 oder 2013 mal recherchiert habe. Lustig, wie lange ich schon digital unterwegs bin und wie weit ich zurückschauen kann.

5. Februar 2021

Boah, schon wieder Freitag, schon wieder richtig zügig ’ne Woche durchgeschrubbt. Aber, was soll ich sagen, macht immer noch Spaß und es kommt was bei rum.

6. Februar 2021

Gestern und heute die exzellente HBO-Miniserie „Chernobyl“ über die Reaktorkatastrophe von 1986 geschaut. Faszinierend, wie selbst wir in Deutschland damals knapp einer noch größeren Katastrophe entgangen sind (ich war 8) und auch, wie es zur Katastrophe kam: letzten Endes, weil in einem intransparenten, ideologischen und angstbasierten System jeder nur seine Haut retten wollte.

7. Februar 2021

Ich liebe Musik. Seit ich meine neuen Kopfhörer habe, sogar noch mehr. Besonders gerne teile ich meine Musik. Ich mag es, für Gäste Musik anzumachen oder die Playlist fürs Bata zu bestücken. Deshalb teile ich heute mal mit Dir eine Playlist mit Titeln, die mich happy machen. Da hast Du.

8. Februar 2021

Einmal die Woche faste ich für 24 Stunden. Es ist immer wieder verblüffend, wie der Tag an Struktur verliert, wenn man keine Mahlzeiten einnimmt. Und ich werde hangry. Meist auf eine gute Art und Weise; dann bin ich wach, auf Zack, im wahrsten Sinne des Wortes hungrig. Heute aber nicht so gut. Da bin ich grantig, genervt, und mir ist kalt.

9. Februar 2021

Ich wache um fünf Uhr morgens auf. Auch das liegt am Fasten. Ich habe zwar nur sechs Stunden geschlafen, aber mein Körper ist voll da. Ist ja klar, ich muss jagen gehen. Wenn man nach einigen Stunden ohne Essen schon völlig geschwächt und fertig wäre, hätte es die Menschheit nicht weit geschafft. Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass mal ein paar Stunden (oder sogar einen Tag) nichts essen gar kein Problem ist.

10. Februar 2021

Letztens wieder mal vom Konzept des „One Big Thing“ gehört. Statt den ganzen Tag seine To-do-Liste runterzurödeln, solle man sich lieber fragen, was die eine Sache ist, die den Tag zu einem Erfolg machen würde. Das kann dann auch ganz schnell gehen. Ich habe heute den halben Tag mit Schwachsinn verbummelt, bis ich mir einen Ruck gegeben und ein Telefonat geführt habe. Ne halbe Stunde später war mein Tag ein erfolgreicher.

11. Februar 2021

Wenn alles scheiße läuft, machen wir das Bata noch einige Monate lang nicht mehr auf. Die großzügigen Hilfen bestehen darin, dass man uns 90 Prozent der Kosten erstattet. Unser Betrieb ist quasi stillgelegt, als würde er nicht existieren. Das finde ich scheiße. Nicht, weil ich grundsätzlich nicht einsehe, dass wir in einer Krise sind, sondern weil ich denke, dass ineffizient und bräsig dagegen vorgegangen wird und manche Gruppen und Branchen übermäßig die Lasten tragen, während andere sich gerade dumm und dämlich verdienen.

12. Februar 2021

Eine anstrengende Arbeitswoche geht zu Ende. Ich bin morgens sehr früh aufgewacht, habe alle möglichen Themen gewälzt und bin denkbar schlecht in die Tage gestartet. Aber na gut, so ist es manchmal. Ich freue mich aufs Wochenende.

13. Februar 2021

Ich lese die Biografie von Amaryllis Fox, einer ehemaligen CIA-Agentin, die in den 2000er-Jahren in Krisengebieten im Einsatz war, um Terroranschläge zu verhindern. Ich will gar nicht darüber schreiben, wie toll oder fies die CIA ist. Sondern wie anders unser Leben war. Die Frau ist drei Jahre jünger als ich. Ich habe in meinen Zwanzigern studiert und mich danach damit befasst, mich mit Websites über Wasser zu halten. Während sie sich in Pakistan mit Terroristen getroffen hat, um ihnen einen Anschlag mit einer „Dirty Bomb“ auszureden.

14. Februar 2021

Es gibt freie Tage, an denen stresst mich die Frage, wie ich meine freie Zeit jetzt am besten nutze. Was dann dazu führt, dass sich die Zeit überhaupt nicht mehr frei anfühlt. Heute ging es erst dann wieder besser, als ich mich ein bisschen bewegt habe und danach einfach ne Weile im Sessel saß und gar nichts gemacht habe.

15. Februar 2021

Die erste Version meines Buches wird nun wirklich bald fertig sein. Ich habe keine Ahnung, ob es was taugen wird, aber es fühlt sich trotzdem wie ein großer Erfolg an. Ich freue mich schon darauf, das nächste Buch zu schreiben. Und ich hoffe, das einige Leute mein Buch werden lesen wollen und viel mehr noch, dass es ihnen gefallen wird.

Wo ist das Kommentarfeld?

Habe ich abgeschaltet. Ich habe in zwei Jahren genau acht Kommentare erhalten, scheint also nicht so beliebt zu sein, die Kommentarfunktion. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass aus den Kommentaren direkt auf der Website selten ein Gespräch entsteht, da man nicht mitbekommt, wenn auf den Kommentar geantwortet wurde. Deshalb, wenn Du mir Feedback zu meinen Beiträgen geben willst (worüber ich mich sehr freue), dann schreib mir entweder eine Mail oder teile den Beitrag auf Facebook, Twitter oder sonstwo und markiere mich, damit ich das mitbekomme. Dann können wir uns dort unterhalten, wo sich Leute eben heute unterhalten. Und nicht in meinem verödeten Kommentarbereich. Danke!