16. Februar 2021

Fünf Dinge, die ich gerne mal wieder machen würde:

  1. Billard spielen, in einem vollen Billardsalon
  2. CrossFit
  3. Freunde treffen und sie zur Begrüßung völlig ungehemmt umarmen
  4. In ein Flugzeug in die Ferne steigen
  5. Im Café sitzen mit Kaffee und Kuchen

Die Momentaufnahmen als Podcast hören

17. Februar 2021

Aus dem Harvard Negotiation Project kenne ich die Formel für Verhandlungen, man solle “hart in der Sache und weich zum Menschen sein”. In einem Gespräch heute fällt mir auf, dass wir diese Formel auch gegenüber uns selbst anwenden sollten. Ich kenne es von mir, mich oft genau andersrum zu verhalten, also weich in der Sache und hart zum Menschen. Damit meine ich, dass ich in meinen Verhaltensweisen und Gewohnheiten eher nachlässig bin, also in der Sache weich, und in der Beurteilung dieser Verhaltensweisen hart zu mir selbst, indem ich mich verurteile und bewerte. Stattdessen wäre es sinnvoll, in meinen Verhaltensweisen und Gewohnheiten eher streng, also diszipliniert, und in der Bewertung meiner Person und meiner Verhaltensweisen eher nachsichtig und liebevoll mit mir selbst zu sein.

18. Februar 2021

Morgens sprudeln die Gedanken wie verrückt. Manchmal habe ich unter der Dusche so viele Ideen, dass ich sie mir gedanklich wie ein Mantra vorbeten muss, bis ich sie mir notieren kann. Abends hingegen bin ich einfach nur leer und erschöpft von den ganzen Erlebnissen und Anforderungen des Tages.

19. Februar 2021

Wir sprechen über das Konzept von Dankbarkeitstagebüchern. Da geht es darum, jeden Tag Dinge festzuhalten, für die man dankbar ist. Ich bin heute dankbar dafür, dass ich zwei gute Telefonate mit Freunden hatte.

20. Februar 2021

Streiten sich zwei Suchmaschinen. Geht die eine der anderen an die Google.

21. Februar 2021

Seit ich selber einen Roman schreibe, habe ich einerseits höhere Ansprüche an Bücher, die ich lese, und gleichzeitig mehr Respekt vor der Leistung, die drinsteckt. Klingt nur auf den ersten Blick paradox. Das ist doch eigentlich eine gute Grundregel, um Dinge zu bewerten: hohe Ansprüche und gleichzeitig Respekt für das, was da ist.

22. Februar 2021

Darts zu werfen ist der absolute Hirnfick. Sobald du denkst, du hast was verstanden, klappt auf einmal gar nichts mehr. Und wenn du dann aufgibt und sagst „scheiß drauf“, gelingt dir auf einmal der perfekte Wurf. Man muss es irgendwie hinbekommen, absichtslos mit Absicht zu werfen. Ziellos zielen. Irgendwann schmeiße ich einfach Pfeil auf Pfeil auf Pfeil, versuche, in einen Rhythmus zu kommen, tranceartig, in der Hoffnung, dass mein Körper von allein lernt, wie es geht, ohne dass mein Kopf es mitbekommt.

23. Februar 2021

Ich war früher oft, und bin es heute noch immer wieder, in der Zukunft und der Vergangenheit unterwegs. Was wird morgen sein? Was war damals? Dabei braucht es fürs Glück doch eigentlich nur eine sinnvolle, erfüllende Tätigkeit in diesem Moment. Und im nächsten. Und immer so weiter.

24. Februar 2021

Ich lese davon, dass nur ein Drittel der Deutschen die Corona-Warn-App installiert hat. Neue Features, wie eine schnellere Warnung, dass Infizierte in der Nähe seien, würden aber sicher bald dafür sorgen, dass es mehr Installationen gebe. Ich denke, man könnte auf locker 90 % Installationen kommen, wenn man für die Nutzung Payback-Punkte bekommen würde. Dann würde man nicht nur sein Infektionsrisiko senken, sondern hätte am Ende des Jahres noch einen neuen Wasserkocher.

25. Februar 2021

Der Marvmaster feiert Geburtstag auf Zoom. Es macht Spaß, mal viele Gesichter auf einmal zu sehen, die Runde ist lustig. Ich stelle mir vor, wie cool es wäre, live vor Ort mit allen abzuhängen. Es fehlt doch einiges bei einem Videocall. In zehn, zwanzig Jahren werden Zoom-Calls so antiquiert wirken wie heute ein Fax.

26. Februar 2021

Ich hatte früher oft die Sorge, mich in den Vordergrund zu drängen oder andere gegen mich aufzubringen, wenn ich sage, was ich will. Wollte nicht zu forsch sein. Was ich damals noch nicht wusste, ist, dass man viel eher bekommt, was man will, wenn man es sagt. Und es ist sogar fairer gegenüber anderen, weil sie dich besser verstehen. Wenn ich heute nicht bekomme, was ich will, frage ich mich als Erstes, ob ich es klar genug gesagt habe.

27. Februar 2021

Heute zwei Seh-Empfehlungen: 1. „Baumbacher Syndrom“ auf Netflix, ein langsamer, melancholischer Film über einen TV-Moderator, dessen Stimme sich plötzlich so verändert, dass er seinen Job nicht mehr machen kann. Es geht natürlich mal wieder um den Sinn des Lebens und nicht weniger. Wirklich schön erzählt. Und 2. die Serie „Ted Lasso“, die Geschichte eines American-Football-Coaches aus den USA, der nach England kommt, um dort ein Profi-Fußball-Team zu coachen. Unglaublich witzig ist er in seiner unerschütterlichen Positivität. Feelgood-Material vom Feinsten.

28. Februar 2021

Seit zwei Wochen mache ich Übungen aus einem Buch namens „Trainieren wie im Knast„, alles Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, die man eben in seiner Knastzelle machen kann. Ich finde, das passt zum Lockdown. Die vorgeschlagene Intensität kommt mir zwar sehr gering vor (verglichen mit CrossFit allemal), ich bin max. 15 Minuten damit beschäftigt. Aber dafür ist die Hemmschwelle sehr gering, auch wirklich jeden Tag etwas zu tun.

Wo ist das Kommentarfeld?

Habe ich abgeschaltet. Ich habe in zwei Jahren genau acht Kommentare erhalten, scheint also nicht so beliebt zu sein, die Kommentarfunktion. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass aus den Kommentaren direkt auf der Website selten ein Gespräch entsteht, da man nicht mitbekommt, wenn auf den Kommentar geantwortet wurde. Deshalb, wenn Du mir Feedback zu meinen Beiträgen geben willst (worüber ich mich sehr freue), dann schreib mir entweder eine Mail oder teile den Beitrag auf Facebook, Twitter oder sonstwo und markiere mich, damit ich das mitbekomme. Dann können wir uns dort unterhalten, wo sich Leute eben heute unterhalten. Und nicht in meinem verödeten Kommentarbereich. Danke!