1. Juli 2021

Es ist verrückt, dass ich oft dann am heftigsten prokrastiniere, wenn ich am meisten zu tun habe. Das ergibt doch einfach keinen Sinn.

Die Momentaufnahmen als Podcast hören

2. Juli 2021

Eine gefühlt nur halb produktive Woche geht zu Ende. Ich freue mich aufs Wochenende, werde wandern gehen, vielleicht auch ein bisschen arbeiten. Arbeiten macht mir meist mehr Spaß, wenn ich nicht muss, so wie am Wochenende. Von Montag bis Freitag, so bescheuert es klingt, fühle ich mich immer verpflichtet, obwohl ich seit über 10 Jahren eigentlich niemandem mehr verpflichtet bin.

3. Juli 2021

Seit knapp einer Woche alleine zu Hause. Und so sehr es mir gefällt, sosehr ich mir manchmal mehr Zeit alleine wünsche, so sehr merke ich jetzt auch, dass ich an einem (oder mehreren) Ort(en) leben möchte, an dem ich meine Leute um mich habe. Ganz alleine irgendwo hat zwar einen romantischen Klang, aber in der Praxis tut mir das, glaube ich, nicht gut.

4. Juli 2021

Letzten Endes ist doch alles Tun sinnlos. Da kann ich auch gleich machen, worauf ich Lust habe.

5. Juli 2021

Ist es eigentlich sexistisch, wenn der Instagram-Algorithmus denkt, mir ausschließlich Reels tanzender Teenage-Tussis anzeigen zu müssen? Und wenn ja, wem gegenüber?

6. Juli 2021

Lennart und ich sitzen wieder zusammen, planen unser nächstes Quartal mit OKR. Das ist nicht nur gut, um die künftigen Prioritäten zu planen, sondern auch, um zu sehen, was man schon geschafft hat. Das übersehen wir im Tagesgeschäft ja gerne.

7. Juli 2021

Wenn ich durch Görlitz laufe, besonders mit Besuch, sehe ich überall Gelegenheiten. Es juckt mir in den Fingern, hier was anzufangen, aber im Moment passt es noch nicht. Der unfertige Zustand wird nicht ewig währen, aber ein bisschen Zeit ist noch.

8. Juli 2021

Die Cover-Entwürfe des von mir beauftragten Grafikers gefallen mir nicht. Und es sieht auch nicht so aus, als würden wir gemeinsam zu einem guten Ergebnis kommen. Heute Abend habe ich mich dann einfach hingesetzt, und selbst zwei, drei Entwürfe gemacht. Mir macht das Spaß, und ich finde die auch ziemlich gut. Eigentlich will ich ja mehr Aufgaben abgeben, aber die Sachen, die ich gerne mache und einigermaßen kann, mache ich vielleicht doch weiter selbst.

9. Juli 2021

Ich sitze den ganzen Tag an einem Projekt. Das macht mir am meisten Spaß: wenn ich mich voll in eine Sache vertiefen kann. Dann vergeht die Zeit wie im Flug und ich schaffe richtig viel. Daran sollte ich mich erinnern, wenn ich wieder panisch werde, weil ich meine Aufgaben nicht erledigt bekomme.

10. Juli 2021

Am Wochenende fühle ich mich immer total frei, weil ich keine Termine habe und auch nicht die gefühlte Verpflichtung, arbeiten zu müssen. Dann hänge ich den ganzen Tag rum, lese, mache sonst was, und irgendwann habe ich dann aber auch Lust, wieder etwas Produktives zu tun. Ich würde mir wünschen, jeden Tag so verbringen zu können. Ich glaube nicht, dass ich dann weniger produktiv wäre, aber ich würde weniger Druck empfinden. Ich will mich darin üben, unter der Woche genauso durch den Tag zu gehen. Das wäre zumindest ein interessantes Experiment.

11. Juli 2021

Wieder Wandertag in der Region. Was mir früher nicht klar war, ist, wie schön Sachsen (hier: Oberlausitz) ist. Sehr schön und unglaublich leer. Eigentlich perfekt für Leute aus der Stadt, die es ein bisschen ruhiger wollen.

12. Juli 2021

Ich habe drei Projekte, die ich bis Ende August fertig haben will. Seit zwei Wochen plane ich jetzt jede Woche und jeden Tag, welches Projekt an welchem Tag Priorität hat. Das funktioniert ziemlich gut, weil ich so jeden Tag ein paar Stunden konzentrierte Arbeit am jeweiligen Projekt hinbekomme. Ich glaube, ich habe endlich das Konzept „deep work“ verstanden.

13. Juli 2021

Zweite Impfung mit Moderna. Damit also ein Zombie-geimpfter, ein Hybrid, ein Impfbastard, vielleicht auch ein Super-Impfling. Fühlt sich gut an, das endlich erledigt zu haben.

14. Juli 2021

Wow, die zweite Impfung haut mich doch mehr um als erwartet. Ein ganzer Tag auf der Couch. Ich nehme das mal als Zeichen, dass mein Immunsystem gut arbeitet.

15. Juli 2021

Ich glaube schon länger, dass unsere Gewohnheiten das sind, womit wir am meisten Einfluss auf unser Leben haben. Sie sind der praktische Ausdruck der Idee, im Moment zu leben. Gerade lese ich das Buch „Atomic Habits„. Bisher wirklich ein tolles Buch, das erklärt, was Gewohnheiten sind, wie sie wirken und wie man sie verändern kann.