16. Juli 2021

Spät am Abend haben wir ein richtig gutes Gespräch darüber, wie wir wirklich das finden, was wir suchen. Sei es nun Freiheit, Glück, Abenteuer, Erfüllung. Es entsteht immer aus der Fähigkeit heraus, diese Dinge im aktuellen Moment empfinden zu können, egal wie die Realität aussieht, und nicht Alternativbefriedigungen hinterherzuhecheln. Dann sind wir jeden Moment frei in der Entscheidung, wie wir mit dem Moment umgehen wollen, und haben Kapazitäten frei, um gute Entscheidung zu treffen (anstatt uns zum Beispiel mit Konsum zu betäuben). Am Ende fällt dann noch der Instagram-würdige Satz: „Die Scheiße kommt immer von innen.“

Die Momentaufnahmen als Podcast hören

17. Juli 2021

Wir schauen Galveston, einen Film nach dem Drehbuch und Roman von Nic Pizzolatto, der auch „True Detective“ geschrieben hat. Danach versinke ich im Kaninchenbau der Interviews mit ihm. Echt beeindruckend, was er auf die Beine gestellt hat und mit welcher Leidenschaft und Intensität er Autor ist. Ich bin komplett inspiriert.

18. Juli 2021

Ich bin jetzt etwa so alt, wie meine Eltern waren, als sie sich getrennt haben. Damals wurde mir viel erklärt, warum es so und nicht anders sein müsse, was die Gründe seien. Ich habe das damals zwar nicht akzeptieren wollen und nicht verstehen können, habe es aber am Ende doch hingenommen, weil ich sicher war, dass Erwachsene immer wissen, was richtig ist. Wenn ich heute sehe, wie viele Fragen und Zweifel über das Leben, das Miteinander, den Sinn hinter allem ich habe, wie schwer es mir manchmal fällt, die „richtige“ Entscheidung zu treffen, dann kann ich nichts anderes tun, als sehr nachsichtig mit meinen Eltern zu sein. Sie haben immer versucht, es so gut wie möglich zu machen (und haben es unterm Strich sehr gut gemacht).

19. Juli 2021

Seit Langem habe ich Schmerzen in der rechten Schulter und im Oberarm, kann mich nicht richtig bewegen, bekomme nicht mal ne Jacke richtig an. Jetzt bin ich seit einigen Wochen beim Osteopathen in Behandlung. Er geht vor wie ein Detektiv. Analysiert die Lage, probiert eine Theorie, verwirft sie wieder, probiert was Neues. Heute sind wir der Sache deutlich näher gekommen. Ich habe zwar geächzt und gestöhnt vor Schmerzen, aber kann mich jetzt bewegen wie seit vielen Monaten nicht mehr.

20. Juli 2021

Ich veröffentliche die Kurzgeschichte „Die Sache mit Ketten-Ali“, begleitend zu meinem demnächst erscheinenden Thriller „2040 – Tag der Deutschen Einheit“. Ich, und auch etliche Leute, die ich kenne, haben bei solchen Aktionen ja immer Angst davor, dass es ganz viel Gegenwind – neudeutsch „hate“ – gibt, weil soooo schlecht ist, was man da fabriziert hat. Aber das eigentliche Problem ist vielmehr, dass es gar nicht so einfach zu erreichen ist, dass überhaupt jemand Notiz von einem nimmt. Echte Hater zu haben ist dann schon der erste Meilenstein zum Erfolg.

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21. Juli 2021

Heute mal was Praktisches: Ich brauche immer mal wieder Photoshop, um aus dem Netz heruntergeladene Grafiken zu öffnen und zu bearbeiten. Manchmal geht das nur mit dem Original-Photoshop und nicht mit anderer Software wie GIMP. Meist habe ich mich damit beholfen, die Datei mit einem Tool zu konvertieren und dann in GIMP zu bearbeiten. Das führt aber immer wieder zu komischen Ergebnissen. Jetzt habe ich Photopea entdeckt: ein browserbasierter Nachbau von Photoshop, den man (mit Werbung) kostenlos nutzen kann. Es funktioniert in weiten Teilen wie Photoshop (soweit ich das beurteilen kann) und ist auch als Chrome-App installierbar, sodass es sich – Internetverbindung vorausgesetzt – wie ein „richtig“ installiertes Programm anfühlt.

22. Juli 2021

Interessanter Artikel in der Zeit. Bei Corona reden wir meistens darüber, dass Alte besonders gefährdet seien. Dabei ist, laut diesem Artikel, Übergewicht der größere Risikofaktor. Also etwas, wogegen man etwas tun könnte. Habe auch gelernt, in welchem Land es die meisten übergewichtigen Menschen gibt: nicht in den USA (Platz 2), sondern in Kuwait.

23. Juli 2021

Teamworkout beim CrossFit. Das sind die schlimmsten, weil man natürlich das Team nicht hängen lassen will. Wo ich alleine schon längst ruhiger machen würde, gerne ich im Team Vollgas bis zum Umfallen. Das Gute daran ist, dass ich mal sehe, wie viel eigentlich noch geht.

24. Juli 2021

Aus „Atomic Habits“ dieser Gedanke über schlechte Angewohnheiten, die man sich abgewöhnen will: Wenn man einmal wieder in die alte Gewohnheit rutscht, ist das kein Problem, erst, wenn es mehrmals passiert. „Missing once is an accident. Missing twice is the start of a new habit.“

25. Juli 2021

Wandertag war gestern, deshalb heute kompletter Couch-Sonntag. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie ich es schaffe, einen ganzen Tag fast ausschließlich auf der Couch zu verbringen. Ich lese, höre Musik, schaue Videos und Filme und, zack, ist der Tag vorbei. Aber schön war es wieder.

26. Juli 2021

Ich glaube, wenn man mich fragen würde, was der unsinnigste Satz ist, den ich kenne, würde ich antworten: Das haben wir schon immer so gemacht. Nicht nur, dass es sein kann, das man lange Zeit das falsche gemacht hat oder dass die Lösung von früher heute nicht mehr funktioniert, stimmt der Satz auch einfach nicht. Die Welt verändert sich ständig, und Menschen haben Dinge immer wieder anders gemacht. Nur im kurzen Zeitraum sieht es so aus, als hätte man Dinge immer schon so gemacht. Längerfristig betrachtet hat man die Dinge irgendwann immer anders gemacht als zuvor.

27. Juli 2021

Wenn ich im Supermarkt gefragt werde, ob ich Herzen sammle, muss ich mich immer sehr zurückhalten, keinen platten Witz zu machen.

28. Juli 2021

Die Zeit bis Ende August wird immer knapper, und es ist noch so viel zu tun bis dahin. Wie immer, wenn die Zeit knapp wird, mache ich mir Sorgen, Sorgen, Sorgen. Das einzige, was hilft, ist, mich daran zu erinnern, dass ich schon viele Male zuvor in der gleichen Lage war und sich immer alles gelöst hat. Meine Sorgen sind hausgemacht und nur Ergebnis meiner Ambitionen und Pläne. Nichts, wovor man Angst haben muss.

29. Juli 2021

Die Jazztage Görlitz verfahren ganz modern nach dem Freemium-Modell. Das Konzert kann ich gratis sehen und hören, hinter der Bezahlschranke in Form des schmiedeeisernen Gitters zum Hof der Post. Wenn ich die Premium-Version ohne Gitter möchte, muss ich 16 Euro zahlen. Am Ende mache ich daraus ein Donation-based-Modell und werfe ihnen 5 Euro in die Kasse.

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30. Juli 2021

Ist schon komisch. Die letzten Wochen hat mich das volle Pensum ja eher gelähmt. Diese Woche hingegen war richtig produktiv. Vielleicht brauche ich erst ein richtig knappes Timing, um in die Gänge zu kommen. Wenn ich innerlich aufgegeben habe, alles zu schaffen, kann ich mich wieder darauf konzentrieren, einfach meine Arbeit zu machen.

31. Juli 2021

Abends spontan ein Bier am Obermarkt. Es ist richtig was los. Die Stimmung hier hat was Mediterranes, ein historischer Platz, Menschen sitzen draußen und haben ne gute Zeit.