16. November 2022

In einer Comedy-Show im Mad Monkey Room in Prenzlberg. Die Stimmung ist entspannt, die Comedians probieren neue Sachen aus. Einer legt richtig gut los und verliert dann völlig den Faden. Fängt an, sich zu entschuldigen, bricht Witze ab, obwohl alle sich richtig amüsieren. Ich kenne das von Vorträgen oder anderen Situationen, in denen ich vor Leuten stehe: Man denkt, es wäre viel schlechter, als es eigentlich ist. Keiner im Publikum hätte was gemerkt, wenn er einfach weitergemacht hätte. Er ist aus der Rolle gefallen, und irgendwann war das Publikum dann wirklich irritiert. Ich merke mir, dass die eigene Wahrnehmung auf der Bühne total verzerrt ist und man meist besser ist, als man denkt. Und dass das Publikum nicht damit umgehen möchte, dass ich meine Witze nicht gut finde.

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17. November 2022

Wenn man die wichtigen Sachen mit höchster Priorität erledigt, ist es egal, wie lange man dafür braucht. Ich habe heute nicht lange gearbeitet, aber richtig gut was geschafft.

18. November 2022

Im Scheinbar-Varieté bei der Open Stage. Ein richtig lustiger Abend mit einem Moderator von der Impro-Truppe Gorillas und tollen Künstlern, unter anderem dem 70-jährigen Beppo Pohlmann („Kreuzberger Nächte sind lang“) und als Stargast sogar Bodo Wartke. Eine Empfehlung für alle Berliner!

19. November 2022

Katertage sind einfach keine guten Tage, aber sie sind der Preis, den man manchmal für rauschende Nächte zahlt.

20. November 2022

Ich würde gerne mal in einem Sambakurs einen Mann namens Oleg treffen; einfach nur, damit ich ihn „Samba-Oleg“ nennen kann. (Und ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich den Witz schon mal gemacht habe.)

21. November 2022

Ich lese gerade „Finding Ultra“ von Rich Roll (der Mann heißt wirklich so). Der im Buch zitierte Spruch „Mood follows action“ hat es direkt an meine Inspirationswand geschafft. Wir brauchen nicht auf die richtige Stimmung warten, um anzufangen. Auch nicht auf Inspiration oder darauf, dass die Muse küsst. Nein, stattdessen fangen wir einfach an und dann kommt die Stimmung. Das verstehe ich immer besser, und dieser Satz bringt es wunderbar auf den Punkt.

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22. November 2022

Weil ich am Wochenende aufs Hoffman-Seminar fahre, habe ich diese Woche noch super viel zu tun. Normalerweise habe ich viel Zeit und wenig Termine, diese Woche ist es umgekehrt. Ich habe die ganze Woche gut geplant und lasse allen unnötigen Kram weg. Und ich merke, dass ich morgens auf einmal gerne aufstehe, was sonst nicht der Fall ist. Vielleicht habe ich jetzt endlich, nach vielen Jahren, herausgefunden, warum es sinnvoll ist, seine Tage und Wochen zu planen: Damit ich weiß, warum ich morgens aufstehe. Ich werde nach meiner Rückkehr mal versuchen, auch ohne Termindruck mehr zu planen.

23. November 2022

Heute spielt Deutschland gegen Japan. Wenn es für Deutschland schlecht läuft, ist das das einzige deutsche Spiel, das ich diese WM sehe. Die anderen beiden Gruppenspiele bin ich beim Hoffman-Seminar. Das habe ich bei der Planung gar nicht bemerkt, juckt mich aber auch nicht sonderlich.

24. November 2022

Ich achte immer besser darauf, dass ich mich jeden Tag, jeden Moment „gut“ verhalte und dann stimme ich allem zu, was daraus resultiert. Das ist schon die ganze Formel für ein gutes Leben, denke ich. Nach guten Prinzipien und Gewohnheiten leben und dann allem zustimmen, was das Leben bereithält. So einfach ist das.

25. November 2022

Witzig. Ich fahre heute zum Hoffman-Seminar nach Bayern. Ich habe gehört, dass man dort nicht lesen oder sich anderweitig ablenken soll. Und als wollte ich sicherstellen, dass ich mich daran halte, vergesse ich mein Lesegerät zu Hause.

26. November 2022

Mir fällt auf, wie oft ich als Kind Dinge unfair fand. Ich glaube, der Begriff ist für viele Menschen wichtig. Im Sinne von: Das habe ich nicht verdient.

27. November 2022

Zweiter Tag beim Hoffman-Seminar. Es ist immer wieder verblüffend und fantastisch, wie schnell ich mich in solchen Konstellationen eben noch fremden Menschen tief verbunden fühle.

28. November 2022

Im Hoffman-Seminar geht es um die Kindheit. Heute fällt mir auf, dass mein Zimmer die gleiche Nummer hat (17) wie das Haus, in dem wir in meiner Kindheit gelebt haben. Das ist natürlich kein Zufall, möchte ich glauben.

29. November 2022

Ich habe mich vorher gefragt, ob sich die Investition in den Hoffman-Prozess lohnt. Heute sage ich: und wie! Ich muss für die Investition vielleicht 100 Stunden arbeiten. Das ist nicht mal ein Monat. Was mir das Gelernte (und heute ist erst Halbzeit) in der Zukunft bringen wird, ist ein Viel-, Viel-, Vielfaches wert.

30. November 2022

Bis ich zwanzig Jahre alt war, habe ich täglich gekifft, mich täglich betäubt und mein innerstes Wesen damit unterdrückt. Aber es ist so stark, dass ich mit zwanzig selbständig damit aufgehört habe und es seitdem Stück für Stück aus der Betäubung befreie.