1. Februar 2024

Ich verbringe hier nicht viel Zeit vorm Rechner, also damit, was ich normalerweise Arbeit nenne. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich gerade gute Dinge mache, weiterkomme, also auch, ja, arbeite. Alles 'ne Frage der Perspektive.

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2. Februar 2024

Heute mal wieder kreativ gewesen und ein erstes Kurzvideo für Instagram aufgenommen, was ich schon seit Monaten machen will. „Ich lese Bücher, damit Du es nicht musst“, ist mein Motto. Ich mache davon jetzt ein paar; mal sehen, wie sie angenommen werden.

3. Februar 2024

„Alles Schungel“, sagte vor fünfzehn Jahren mein vietnamesischer Guide in Sa Pa auf Deutsch und präsentierte stolz die von Urwald überwucherten Hänge der nordvietnamesischen Berge. Heute musste ich wieder daran denken, als wir in der Seilbahn über den ebenfalls „Schungel“-bedeckten Zügen der Bà Na Hills entlangglitten. Berge voller Regenwald sehen schon ziemlich beeindruckend aus.

4. Februar 2024

Am Freitag ist der Höhepunkt des Tet-Fests, sozusagen der Silvestertag. Schwarze Klamotten bringen an dem Tag Unglück, was für mich ein Problem ist, da mein hellstes Kleidungsstück dunkelblau ist. Also fahre ich schnell in die Touri-Innenstadt und kaufe mir zwei rote Hemden mit Blümchen. Rot ist hier nämlich die Glücksfarbe.

5. Februar 2024

Ich probiere gerade mit einer neuen Idee herum, kurze Videos über Erkenntnisse zu machen, die ich aus Büchern gewonnen habe. Ich habe lange gegrübelt, ob ich das machen soll, ob Video zu mir passt. Und jetzt merke ich, dass mir das richtig Spaß macht.

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6. Februar 2024

Die ersten Tage in Vietnam fand ich schwierig, aber mittlerweile bin ich hier richtig happy. Die Menschen sind geschäftstüchtig und verhandeln hart – aber sie sind auch mega freundlich. Ich mochte Vietnam schon die beiden Male, wo ich hier war, und das ist jetzt immer noch so.

7. Februar 2024

Ich habe noch gut eine Woche hier in Hội An, aber es fühlt sich schon nach Abschied an. Ich denke schon an Berlin, mache neue Pläne, verplane meine letzten Tage hier. Ich mag Aufbruchstimmung, aber ich könnte auch noch einige Zeit darauf verzichten.

8. Februar 2024

Eigentlich bin ich schon im Bett. Doch dann kommen Nachrichten, es werde noch gefeiert, Geburtstag, und es gibt Ballons mit Lachgas. Na gut, auf 'ne schnelle Runde geht, denke ich. Und es wird richtig lustig, auch wenn ich morgen müde sein werde.

9. Februar 2024

Bei uns auf dem Grundstück laufen manchmal Hühner herum, die durch ein Loch im Zaun zum Nachbarn kommen. Ich finde das sehr beruhigend. Ja, ich finde Hühner beruhigend. Wenn ich mal ein Grundstück habe, sollen da auch Hühner herumlaufen.

10. Februar 2024

Es ist kurz nach Mitternacht des vietnamesischen Neujahrsfests, ich bahne mir meinen Weg nach Hause. Vor jedem zweiten Haus steht jemand und verbrennt bunte Zettel in einem Blecheimer, was Glück und Wohlstand fürs neue Jahr bringen soll. Die Luft ist dick, überall züngeln die Flammen. Chúc mừng năm mới, Vietnam!

11. Februar 2024

Habe mich heute mal wieder was getraut. Hat sich gut angefühlt (danach, nicht währenddessen).

12. Februar 2024

Ein gutes Gespräch mit Anna und Eddy über meine Momentaufnahmen. Die beiden fordern mich immer wieder auf eine richtig gute Art und Weise heraus, sehen mein Potenzial, aber sind auch ehrlich und klar in ihrer Kritik. Das ist für mich unglaublich viel wert und ich bin dafür sehr dankbar. Ich brauche immer wieder lange für Veränderung, aber irgendwas werde ich damit anstellen.

13. Februar 2024

Badminton sieht immer recht behäbig aus, wenn der Federball gemütlich durch die Lüfte schwebt. Heute waren wir wieder Badminton spielen, und nach einer Stunde bin ich klatschnass und am Hecheln wie ein alternder Golden Retriever. Voll anstrengend, aber macht Spaß!

14. Februar 2024

Ich habe noch zwei Tage in Hội An, die letzten beiden von insgesamt sechs Wochen Vietnam. Ich wusste, es wird kurz (für meine Verhältnisse), aber ich wusste auch, ich werde als ein anderer nach Berlin zurückkommen. Und so ist es auch. Ich bin neugierig, was die nächsten Monate bringen.

15. Februar 2024

Ich habe mal von einer Studie über Zeitwahrnehmung gelesen. Wenn wir viel Neues erleben und wenig Routinen haben, vergeht die Zeit wie im Flug, im Nachhinein fühlt es sich jedoch so an, als wäre sehr viel Zeit vergangen. Bei vielen Routinen und wenig Neuem ist es umgekehrt. Ich empfinde es genau so: Die Zeit in Vietnam verging wie im Flug, fühlt sich im Nachhinein aber so an, als wäre ich schon ewig hier.